Projekt „Dog Village“

Hundepfoten in Not unterstützt in Zusammenarbeit mit den Partnervereinen „pro-canalba e.V. “ (www.pro-canalba.eu) und „animalia-amo Int. e.V.“ (www.animalia-amo.com) unter anderen Tierschutzeinrichtungen auch das „Dog Village“ in Italien.DOG Village Trotz des schönen Namens ist das Dog Village ein Canile – ein Canile der etwas anderen Art. Entstanden, wie fast alle italienischen Canili, aus einer ehemaligen Zuchtanlage, nimmt dieses Canile nun die Streunerhunde der umliegenden Gemeinden auf. Es wird von einer sehr netten und tierschutzorientierten Tierärztin geführt, die dort auch ihre Praxis betreibt, sowie von ihrem Bruder, der eher den kommerziellen Aspekt der Anlage im Fokus hat. Weiterhin kümmert sich noch eine Mitarbeiterin liebevoll und kompetent um die Hunde.

DOG Village

Die Anlage reicht von einer „Villetta“, einem Holzhäuschen, das von einer kleinen Wiese umgeben ist, bis zu den gemauerten, kleinen, dunklen Zwingern und den (leider) schlammigen Unterkünften, die als Notzwinger genutzt werden. Sie liegen im hineren Bereich des Caniles, wo nie ein Besucher hinkommt. Oft sind sie mit Rüden belegt, die in Einzelhaft sitzen und manchmal auch etwas schwieriger sind und die dort auch niemals heraus kommen. Nicht alle Hunde haben das Glück in einer Villetta untergebracht zu sein, oder regelmäßig von dem sehr großen Auslauf zu profitieren.

DOG Village

Da die Kommunen auch hier schon seit Jahren ihren Zahlungsverpflichtungen sehr schlecht nachkommen, verfällt das Canile zusehends. Hier ist unsere Hilfe sehr willkommen.

Hier kann mit den einsitzenden Hunden gearbeitet werden, sie können auf ein Leben außerhalb des Caniles vorbereitet werden und ihre Lebensbedingungen können vor Ort verbessert werden. Diese Unterstützung ist auch dringend erforderlich. Dank der Spenden der unterstützenden Vereine konnten schon sehr große Renovierungsmaßnahmen für die Hunde realisiert werden.

Die Öffnungszeiten sind täglich, außer mittwochs, sowohl vormittags als auch nachmittags und Besuch ist gerne gesehen. Die Hunde werden regelmäßig gefüttert und (theoretisch) ist die Tierärztin für ihr Wohl zuständig. Das klingt fast wie ein Luxushotel für Vierbeiner, aber die Realität sieht immer anders aus. Das „Pensionsgeld“, das die Gemeinden für ihre herrenlosen Hunde pro Tag bzw. Monat bezahlen, reicht nicht für außergewöhnliche „Extras“ wie z.B. schwere Erkrankungen oder kleinere Unfälle.

Obwohl die zuständige Tierärztin oft weiß, dass die Hunde krank sind, kann sie sich notwendige Untersuchungen oder Behandlungen oft nicht leisten und so leiden die Tiere unbehandelt in ihren Boxen. Die jeweiligen Gemeinden, die es anginge, sehen tunlichst weg, wenn es um weitere Kosten geht. Darüber hinaus zahlen sie nicht regelmäßig, so dass auch hier an essenziellen Dingen für die Hunde gespart werden muss.

DOG Village

Alle, die im Dog Village arbeiten, sind bemüht, das Los der Tiere so erträglich wie möglich zu halten und freuen sich über Spenden, wie Decken, Körbchen oder Leckerchen und Kauartikel. Der große Auslauf wurde ein bisschen hergerichtet und im Sommer haben die Hunde künftig ein Schwimmbecken. Wenn es die Zeit erlaubt, springt schon mal eine Leckerchensuche oder auch ein Spaziergang für den einen oder anderen Glücklichen heraus. Meist wird das verbunden mit einem kleinen Katzen- und Leinenführungstest. Auch hier sind Spenden willkommen.

Im Gegensatz zu vielen italienischen Canili, sucht das Dog Village Unterstützung bei der Hundevermittlung und dem Finden von geeigneten Familien, die einen Hund aufnehmen möchten. Hunde, die nach Deutschland vermittelt werden, kommen hier meist frisch gebadet an – ein Service, der wohl einzigartig sein dürfte. Das Team von Dog Village freut sich über jede Adoption und ein Bildchen, das ihren ehemaligen Schützling auf einem deutschen Sofa zeigt!

Die nächste große Baumaßnahme im Dog Village steht an. Die Zäune müssen dringend saniert werden. Sie sind alt, marode, löchrig und gefährlich. Allein in den letzten Monaten gab es drei Todesfälle, weil unverträgliche Hunde durch Zäune in andere Gehege einbrachen und die Nachbarhunde töteten. Eva, Morris und Eolo gehören zu den Opfern. Unsere Spenden sollen dazu beitragen, solche tragischen Fälle in Zukunft zu vermeiden.

Dog-VIllage Renovierung 01_Fotor_Collage 02Im November 2015 wurden einige Renovierungsarbeiten durchgeführt, die HPiN finanziell unterstützt hat.

Auf den nebenstehenden Bildern sind die Baumaßnahmen dokumentiert. Das Häuschen für die Hunde wurde wieder wetter- und winterfest gemacht. Das neue Dach wurde angepasst – alles ist perfekt! Jetzt kann nichts mehr passieren – das Material hält hoffentlich bis in alle Ewigkeit.

 

 

Dog-VIllage Renovierung Nov. 2015
So sieht es jetzt von allen Seiten fertig aus!
Die Hunde bekommen im Winter Stroh in die Hütten gestreut, damit sie es nicht so kalt haben. Leider haben sie es immer im ganzen Zwinger verteilt, was sehr unpraktisch war, das Stroh wurde nass, schlammig und sah sehr unschön aus! Mit Holzbrettern wurde ein Teil der Boxen abgetrennt, damit das Stroh dort bleibt, wo es sein soll  – es sieht aus wie eine Krippe, nicht mit Esel, aber mit Hund. Die Vierbeiner freuen sich und nehmen es gerne an. Im Sommer können die Bretter entfernt werden, damit die Boxen gut geputzt werden können.
Und so sieht es dann aus – richtig kuschelig. Auf den beiden letzten Bildern ist ein alter Bub zu sehen, der schon lange im Dog Village lebt, wie er sein  Weihnachts-päckchen im Stroh auspackt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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