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  • Ein Hund hat Ihr Interesse geweckt?

Der Ablauf wäre dann folgendermaßen:

Jemand aus unserem Team würde bei Ihnen eine sogenannte Vorkontrolle machen. Bei der Gelegenheit können sie natürlich auch Ihre Fragen loswerden. Vorab sollten Sie bitte unseren Haltungsbogen  in doppelter Ausfertigung mit Unterschrift an die Kontaktperson Ihres anfavorisierten Hundes senden. Der Haltungsbogen wird Bestandteil des Schutzvertrages. Wenn sich alles als OK erweist und Sie möchten einem Hund in Not ein Zuhause geben, wird ein Tierschutzvertrag gemacht und das neue Familienmitglied kann bei Ihnen einziehen.

 

Wir organisieren Transporte, bei denen wir unsere Hunde nach Deutschland holen. Die Hunde kommen entweder erst einmal auf eine Pflegestelle oder aber direkt auf den Endplatz. Es besteht die Möglichkeit, jemandem, der mit dem Auto unterwegs von Mailand nach Deutschland ist, das Tier mitzugeben. Des weiteren versuchen wir durch Flugpatenschaften den Hund nach Deutschland zu bringen. Natürlich können Sie Ihr Tier auch selbst im Tierheim abholen. Es gibt sehr günstige Flüge nach Mailand.

 

Ihr Tier hat, wenn es Mailand verlässt, alle nötigen Impfungen, ist entwurmt, gechipt und auf Leishmaniose und Filaria getestet. Sollte ein Tier eine gesundheitliche Beeinträchtigung haben, von welcher wir wissen, werden wir Ihnen dieses selbstverständlich nicht verschweigen. Natürlich kann es einmal sein, dass ein Tier krank wird. Bedingt durch den Stress des Transportes und der Umstellung auf ein neues Futter, kommt es in den meisten Fällen zu Durchfällen. Das kann sich auch eine ganze Weile hinziehen. Bei hartnäckigen Fällen kann am Anfang schon mal eine Reis/Hühnerfleisch-Diät von Nöten sein. Trotz tierärztlicher Untersuchung vor der Abreise, kann eine nicht erkannte Krankheit  - auch bei Hunden, die von einem Züchter kommen - natürlich nie mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden. Wir empfehlen daher immer eine Vorstellung bei einem Tierarzt, wenn sich der Hund in Deutschland befindet. Wir empfehlen dringend, nach etwa einem halben Jahr einen  weiteren Mittelmeertest machen zu lassen inkl.   Ehrlichiose und Babesiose

 

  •  Ist das Tier kastriert?

Unser Ziel ist es, die Anzahl der Tiere in Not zu verringern. Daher ist es ein Gebot des Tierschutzes, die Hunde kastrieren zu lassen. Je nach finanziellen Möglichkeiten, ist der Hund bereits kastriert, anderenfalls sind Sie per Schutzvertrag verpflichtet, einer weiteren Vermehrung entgegenzuwirken, z.B. indem Sie den Hund hier in Deutschland auf eigene Kosten kastrieren lassen.

 

  •  Warum ein Schutzvertrag?

Der Schutzvertrag regelt wie alle Tierheimverträge, die wesentlichen Punkte zur artgerechten Tierhaltung. Der Schutzvertrag wird bei der Übergabe unterzeichnet.

 

  • Warum wird eine Schutzgebühr erhoben?

Tierschutz lebt leider nicht nur von Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Engagement -  er ist auch mit hohen Kosten verbunden. Tierarztrechnungen für Bluttests, Medikamente, Impfungen, Futter, z.T. Kastrationen, Unterkunft etc. müssen gedeckt werden. All diese Maßnahmen muss ein Hund aus dem Tierschutz durchlaufen, bis er vermittelt werden kann.

Die Schutzgebühr, die wir für unsere Vierbeiner erheben müssen, entspricht vielleicht manchmal nicht dem  "Marktwert". Wir retten nicht nur die jungen, schönen und gesunden Hunde. Hunde, die ihr halbes  Leben im Tierheim gesessen haben, nachdem sie vorher als Gebärmaschine herhalten mussten oder ausgediente Jagdhunde, die unter schlimmsten Verhältnissen gehalten wurden, haben ebenfalls ein Recht auf ein zweites Leben. Beispielsweise werden bei Tumoren oder unbehandelten Brüchen Operationen nötig, ebenso Zahnbehandlungen und, und, und. Die Schutzgebühr, die wir erheben, reicht bei Weitem nicht aus, um alle anfallenden  Kosten zu decken. Wer einmal einen Hund hatte, weiß wie viel Geld Tierarztbehandlungen verschlingen.

circle24_orange.gif Mehr zum Thema, Schutzgebühr, warum?

 

  • Was ist, wenn das Tier ganz anders ist, als vom Tierheim beschrieben?

Der italienische Verein, mit dem wir eng zusammenarbeiten, teilt uns nach bestem Wissen und Gewissen die Charaktereigenschaften des Tieres mit, worauf wir uns im Großen und Ganzen auch verlassen können. Jedoch können nicht alle Eventualitäten abgeklärt werden. Es kann sein, dass Ihr Hund als ausgeglichen und lustig beschrieben wird, hier angekommen stellen Sie fest, dass Ihr Hund ausgesprochen ängstlich reagiert. Immerhin wurde er aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Nun liegt es an Ihnen, dass Ihr neues Familienmitglied Vertrauen entwickelt, was manchmal nicht von heute auf morgen passiert.

 

  • Ist der Hund stubenrein?

Im Tierheim sind die Hunde durch die Zwingerhaltung gezwungen, ihr Geschäft eben dort zu machen, wo sie essen und schlafen, weil niemand da ist, der mit ihnen Gassi geht. Meistens ist es aber kein Problem durch regelmäßige Nahrungsaufnahme und Spaziergänge den Hund stubenrein zu bekommen. Natürlich gibt es wie überall Ausnahmen. Auch das möchten wir nicht verschweigen.

 

  • Kann der Hund alleine bleiben?

Wie bei einem Hund, der vom Züchter kommt, kann es natürlich vorkommen, dass Ihr Hund in Ihrer Abwesenheit die Wohnung umgestaltet. Ursache hierfür ist meistens Langeweile, oder aber Ausdruck seiner Verlassensangst.

 

  • Ist der Hund katzenverträglich?

Diese Frage ist im Allgemeinen schwer zu beantworten, aber natürlich besonders für Katzenbesitzer ausgesprochen wichtig.  Grundsätzlich kann man sagen, dass sich die meisten Hunde im Feld einer freilaufenden Katze gegenüber ganz anders verhalten, als wenn es sich bei der Katze um den neuen Mitbewohner handelt. Oftmals ist bei der Vergesellschaftung viel Geduld und Fingerspitzengefühl von Nöten, jedoch haben wir sehr gute Erfahrungen hierbei gemacht. Genauso wichtig: Bevor der neue Hausgenosse kommt, testen Sie aus, wie Ihre Katze auf einen Hundepartner reagiert.

 

  • Ist der Hund kinderlieb?

Wie bei jedem Tier, dessen Vorgeschichte nicht bekannt ist, kann niemand eine gesicherte Aussage darüber treffen, ob und welche Erfahrungen mit Kindern gemacht wurden. Ein wichtiger Punkt, der unbedingt beachtet werden sollte, ist jedoch folgender: Unsere Hunde sind fast alle futterneidisch. Da sie meist in Rudeln im Tierheim gehalten werden, müssen sie teilweise um ihr Fressen kämpfen. Deshalb ist anfangs unbedingt darauf zu achten, dass Kinder nichts am Futternapf des neuen Familienmitgliedes zu suchen haben und nicht heruntergefallene essbare Sachen, oder auch Hundespielzeug aufheben! Es kann in solchen Fällen zu erheblichen Problemen kommen. Auch sollten Kinder und der neue Hausgenosse anfangs nicht alleine gelassen werden und natürlich sollte den Kindern auch klar gemacht werden, dass ein Hund auch mal seine Ruhe haben will. Unserer Erfahrung nach, gibt es bei einer behutsamen Zusammenführung von Kind und Tier im Normalfall kaum Probleme, wenn die oben aufgeführten Punkte beachtet werden.

 

  • Was mache ich, wenn ich den Hund nicht mehr behalten kann?

Sollten Sie sich, aus welchen Gründen auch immer,  von Ihrem Hund trennen müssen, geht er unbedingt wieder zurück an unseren Verein. Der Hund darf auf keinen Fall ohne Rücksprache mit uns an Dritte weitervermittelt werden und auch nicht in ein Tierheim abgegeben werden. Dies ist auch im Schutzvertrag verankert. Bitte teilen Sie uns Ihre Trennungsabsicht rechtzeitig mit, damit wir uns um eine adäquate Pflegestelle bemühen können  

 

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