Unvergessen  Xaide

 

 

Xaidé ist gestorben, eine alte english setter huendin, die ich aus der perrera bilbao hatte. xaidé war ein besonderes wesen, wunderschoen, ganz licht in weiss mit zarten rotbraunen flecken im fell, einem skeptischen blick der einen immer ein wenig zweifelnd ansah, und dann kam sie doch, schwanzwedelnd und legte einem den kopf in den schoss, liess sich kraulen und sah einem mit ihren immer leicht zweifelnden augen tief in die seele . und manchmal ueberkamen sie momente des spielens, dann rannte sie zufrieden mit einem welpen im gehege hin und her, forderte zum spielen auf und wurde nocheinmal das kind xaidé, wo immer sie diese kindheit gelebt haben mag.

sie fand kuki toll, kuki auf den keine steht, den alle huendinnen doof finden, hatte xaidé sich auserkoren und trottete ihm gluecklich hinterdrein. und in seltenen augenblicken sah man in ihr die oma, wenn sie mit verlorenem blick in die gegend starrte und vergessen hatte, wo sie nun eigentlich war und vor allem, warum.

 

die kleine xaidé, die leichte und helle xaidé, was immer es war, jeder der sie kannte war auf besondere weise von ihr beruehrt.

 

 

 

Ich kam nach hause, xaidé kam aus dem zimmer, lief ein bisschen hin und her,

legte sich auf´s sofa, ich sass und kraulte sie etwas, dann ging ich an den computer,

kurz meine mails sehen, waehrend ich schonmal die dosen fuer's futter rausstellte. irgendwie hoerte ich ein kleines "plopp" auf dem kuechenboden, fragte mich kurz was es sei, ging dann doch nachgucken, und da lag sie einfach, auf dem boden, ich nahm sie in den arm und sie machte einen kurzen und letzten atemzug, und fort war sie, liess ihren koerper auf dem boden neben der spuelmaschine, und mich mit ihrem koerper im arm, zurueck.

 

ganz leicht, ganz nebenbei, ist sie einfach fort.  

 

--ich wollte noch die Obduktion des TA abwarten bevor ich es weitergebe: sie hatte nichts - alles war in ordnung - ihr Herz hat einfach aufgehoert, mittendrin, einfach so.

 

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