Hundepfoten in Not unterwegs auf dem Welt-Galgo Tag

von | 2 Feb., 2026

Der Verein Hundepfoten in Not e.V. war zum Welt-Galgo-Tag unterwegs in Köln. Vereinsmitglieder mitsamt ihrer Hunde waren gemeinsam auf der Straße zu einer friedlichen Demonstration, dem Galgomarsch, von denen in den letzten Jahren mehr und mehr aus dem Boden schießen. Bereits im letzten Jahr fanden sich Tierschützer zu 70 solcher Märsche und Kundgebungen zusammen. Nun geht es nahtlos weiter. Die Mission lautet: Stoppen des systematischen Missbrauches von Jagdhunden! Aufklärung! Öffentlichen Druck aufbauen.

Wogegen wir auf die Straße gehen
In erster Linie geht es um den Galgo Espanol, eine spanische Windhundrasse. Aber betroffen ist nicht nur diese namensgebenden, sensiblen, treuen und liebevollen Hunde. Betroffen sind auch andere Jagdhunde, wie z.B.. die Podencos. Denn in Spanien gelten diese Tiere noch als Jagdinstrumente, nicht als Haustiere oder gar Familienmitglieder. Und deswegen sind sie vom Tierschutzgesetz ausgeschlossen und das bekommen sie in ihren meist sehr kurzen Leben zu spüren.
Die Umstände unter denen die Galgos und weitere Jagdhunde ihr Leben verbringen, sind für die meisten Menschen sehr schwer zu verstehen, der erlebte Missbrauch schwer zu verdauen und dennoch ist es sehr wichtig, dass wir nicht wegschauen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die barbarischen Praktiken der sogenannten Jagd’kultur’ lenken. Fassungslosigkeit, Empörung, Betroffenheit und Wut sind hierbei häufige Reaktionen auf die Geschichten, die uns immer wieder aus Spanien erreichen. Es ist wichtig, dass wir diesen Gefühlen Ausdruck geben, uns organisieren und gemeinsam für Änderungen demonstrieren.

Jagdhunde in Spanien haben keine Rechte!
Ein Jagdhund in Spanien zu sein bedeutet nicht, eine Bindung mit seinem Jäger zu haben und ein Leben lang an der frischen Luft ausgelastet zu werden. Im Gegenteil. Die Hunde werden geboren, wie am Fließband, jede Saison aufs neue. Die Tiere erfahren keine Zuneigung oder Nähe, keinen Bezug zu ihrer Umwelt, sondern werden lediglich gedrillt, zu jagen. Sozialisierung lohnt sich nicht, nicht für die wenigen Monate, in denen die Hunde existieren. Es soll möglichst effizient gejagt werden. Am Ende der Saison war es das dann mit der Existenzberechtigung. Ein Hund, der ausgesetzt oder erschossen wird, kann sich hierbei noch glücklich schätzen, denn traditionell werden die Tiere zum Ende der Saison erhängt. Je nach dem Erfolg, den ein individuelles Tier beim jagen hatte, ist der darauf folgende Tod dann mehr oder weniger qualvoll. Ein guter Galgo hängt höher, ein wenig erfolgreicher Hund tiefer am Baum. Und zur nächsten Saison werden dann wieder neue Welpen geboren und der Kreislauf wiederholt sich. Wer diese bizarren Szenen einmal gesehen hat,der wird sie nicht mehr los.

Also marschieren wir um weiterhin steigende, internationale Aufmerksamkeit zu erlangen, um politische Akteure zu gewinnen, um öffentlichen Druck auszuüben auf die Spanische Politik. Wir gehen auf die Straße um noch mehr Tierschutzorganisationen mit diesem Thema zu erreichen und öffentliche Diskussion anzuregen und auch zu netzwerken.

Das Ziel: Konkrete gesetzliche Änderungen in Spanien, die Gleichstellung von Galgos und anderen Jagdhunden im spanischen Tierschutzgesetz.
Mit steigendem Druck und zunehmender internationaler Ausrichtung arbeiten wir weiterhin daran, die Situation langfristig zu ändern. Für alle Galgos, Podencos und weitere Jagdhunde.
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